Das «wärmenetz GSG» nimmt den Betrieb auf


Anfang Oktober 2019 hat die energienetz GSG AG das Niedertemperatur-Fernwärmenetz (Aner-gienetz) «wärmenetz GSG» erfolgreich in Betrieb genommen. Die ersten Kunden werden bereits mit umweltfreundlicher Abwärme der Ernst Sutter AG beheizt. Bis Herbst 2020 kommen weitere hinzu.

Die im Industrie- und Gewerbegebiet zwischen St.Gallen-Winkeln, Gossau Ost und Abtwil ansässigen Unternehmen tragen einen wesentlichen Anteil zur Wertschöpfung in der weiteren Region bei. Dabei wird Energie umgesetzt, welche teilweise in Form von Abwärme an die Umgebung abgegeben wird. So auch bei der Ernst Sutter AG: Die für die Prozesskälte eingesetzten Kühlanlagen erzeugen Ab-wärme, welche das Unternehmen grösstenteils für eigene Zwecke nutzt. Die restliche Abwärme wird als Überschuss seit Anfang Oktober von der energienetz GSG AG abgenommen und über ein Nieder-temperatur-Fernwärmenetz (Anergienetz) an deren Kunden verteilt.

Der Raumwärmebedarf von Schläpfer Altmetall AG und Steinemann Technology AG wird seit dem 1. Oktober über das wärmenetz GSG gedeckt. Gegen Ende Jahr wird auch die City-Garage AG ange-schlossen werden. Der dafür notwendige Temperaturhub erfolgt dabei über Wärmepumpen-Heizanla-gen, welche dank der hohen Quellentemperaturen von 8°C bis 25°C sehr effizient betrieben werden können. Die CO2-Emissionen im Perimeter werden dadurch erheblich reduziert. Bis zum kommenden Herbst 2020 sollen weitere Kunden folgen.

Die Bauarbeiten für das Leitungsnetz starteten im April 2019, ebenso die Detailplanung für die neuen Wärmezentralen und die Anlagen zur Auskopplung der Abwärme bei der Ernst Sutter AG. Sowohl Budget als auch Zeitplan konnten eingehalten werden. «Dies verdanken wir nicht zuletzt den beteiligten Installationsunternehmen, Planern und Vertretern der Kunden, welche über die ganze Bauzeit sehr gut und konstruktiv zusammengearbeitet haben», sagt Simon Schoch, Geschäftsführer der energienetz GSG AG.

Ein weiterer Ausbau in die Gebiete Winkeln Nord, Kreuzbühl und Kräzeren ist vorgesehen. Diese Er-weiterung wird aber nur realisiert, wenn die grundlegenden technischen und wirtschaftlichen Kriterien dafür erfüllt sind. «Unser langfristiges Ziel ist es, die Mehrheit der Wohngebiete, welche an den Peri-meter des energienetz GSG grenzen, zu erschliessen», bemerkt Simon Schoch.

Über die energienetz GSG AG
Im Oktober 2018 wurde die energienetz GSG AG gegründet. Wichtigste Aufgabe des Unternehmens ist der Bau, Betrieb und die Weiterentwicklung des Anergienetzes «wärmenetz GSG». Die Städte Gossau und St.Gallen sowie die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) halten je rund 31.6% an der energienetz GSG AG, die Gemeinde Gaiserwald rund 5.2%. Die Geschäftsführung wird durch die St.Galler Stadtwerke wahrgenommen. Die Betriebsführung der Anlagen obliegt der SAK.

Weitere Auskünfte:

Für die energienetz GSG AG:
Simon Schoch, Geschäftsführer
Telefon 071 224 67 33 / 079 798 14 31, s.schoch@energienetz-gsg.ch
Erreichbarkeit: 29.10.2019, 14.00 – 16.30 Uhr

Für die Stadt Gossau:
Roland Egli, Vorstand HIG, Geschäftsführer Robofact AG / Verwaltungsratspräsident energienetz GSG AG
Telefon 071 388 99 20, r.egli@robofact.ch

Für die St.Galler Stadtwerke:
Marco Letta, Unternehmensleiter / Vizepräsident des Verwaltungsrats energienetz GSG AG
Telefon 071 224 55 89, marco.letta@sgsw.ch

Für die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG:
Adriano Tramèr, Bereichsleiter Produktion / Verwaltungsrat energienetz GSG AG
Telefon 071 229 52 03, adriano.tramer@sak.ch

Für die Gemeinde Gaiserwald:
Simon Schwitter, Gemeinderat / Verwaltungsrat energienetz GSG AG
Telefon 071 278 12 36, s.schwitter@schwitter-schreinerei.ch